Daytrading-Broker.net

Daytrading lernen – Für Anfänger verständlich erklärt

Daytrading ist eine der spannendsten aber auch anspruchsvollsten Arten des Tradings. Bevor es losgeht, sollte sich jeder Neuling an der Börse umfangreiches Basiswissen aneignen, damit aus dem Projekt Daytrading ein Erfolg wird. Hier haben wir wichtige Informationen über das Daytrading zusammengestellt, die alle Anfänger kennen sollten.

Was ist Daytrading?

Als Daytrading wird der Kauf und Verkauf von Handelsinstrumenten innerhalb eines Tages bezeichnet. Um welche Instrumente es sich dabei handelt, spielt keine Rolle: Aktien kommen ebenso in Frage wie Währungspaare, Indices, Futures, Optionen oder sogenannte Differenzkontrakte, besser bekannt unter der Abkürzung CFD (contract for difference). Wie bei jeder anderen Art des Tradings ist auch beim Daytrading das Konto bei einem Broker nötig, der die Kauf´- oder Verkaufsaufträge für den Trader durchführt.
Zeitlich nach unten abzugrenzen ist das Daytrading vom Scalping, auch wenn die Übergänge hier fließend sind. Grundsätzlich sind Scalper bestrebt, aus kleinen und kleinsten Kursbewegungen Profit zu schlagen, während der klassische Daytrader eher größere Kursbewegungen innerhalb des Tagesverlaufs für sich nutzt. In diesem Fall würde man dann von Intraday Trading sprechen.

Welche Vor- und Nachteile hat Daytrading?

Wie jeder andere Handelsansatz hat Daytrading dem Trader spezifische Vorteile und Nachteile zu bieten. Der wichtigste Vorteil ist das Vermeiden der Overnight Gaps, also Kurslücken, die zwischen dem Schlusskurs eines Tages und dem Eröffnungskurs des nächsten Tages liegen. Diese Gaps sind durchaus nicht selten, weil kursrelevante Nachrichten oft vor- oder nachbörslich veröffentlicht werden.

Durch das Vermeiden der Overnight Gaps wird das Risiko weitgehend ausgeschlossen, dass eine Position erst verkauft werden kann, nachdem der maximal tolerierte Verlust erreicht wurde. Es ist allerdings wichtig, dass der Trader nur sehr liquide Instrumente handelt. Bei marktengen Produkten kann es durchaus vorkommen, dass auch im Tagesverlauf größere Gaps ohne Umsätze entstehen.

Ein weiterer Vorteil von Daytrading besteht in der zügigen Gewinnmitnahme lukrativer Trades. Einige Trader betreiben Daytrading mit Aktien ganz bewusst als News-Trading und reagieren mit Ihren Trades zum Beispiel auf aktuelle Quartalsergebnisse und andere Unternehmensnachrichten. Die Kurse reagieren auf solche Nachrichten in der Regel sehr schnell.

Die Nachteile von Daytrading sind vor allem psychologisch bedingt. Der sehr aktive Handelsansatz erfordert ein hohes Maß an Konzentration und vor allem Disziplin. Es stimmt, dass sich mit erfolgreichem Daytrading in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielen lassen. Das Gegenteil, also die Möglichkeit hoher Verluste in kurzer Zeit, trifft aber natürlich ebenso zu.

Mehr zu den spezifischen Risiken beim Daytrading mit CFDs (Differenzkontrakten), könnt ihr hier erfahren: Risiken beim Daytrading mit CFD

Das Demokonto: ein sinnvolles Tool (nicht nur) für Anfänger

Anfänger, die noch nie an der Börse aktiv waren, sollten als Daytrader mit einem Demokonto beginnen. Es wird mittlerweile von den meisten Brokern zur Verfügung gestellt. Im Demokonto kann der Daytrader zum einen die Möglichkeiten der jeweiligen Handelsplattform kennenlernen. Zum anderen vermittelt das Trading im Demokonto ein Gefühl für den Handel mit den gewählten Instrumenten ohne finanzielles Risiko.
Ein gutes Demokonto zeichnet sich dadurch aus, dass es die Bedingungen der Live-Konten auf derselben Handelsplattform realistisch abbildet. Dazu gehört auch, dass die Kosten für reales Trading akkurat in die Performance einberechnet werden. Dieser Aspekt ist bei Daytradern besonders wichtig, da sie deutlich mehr Transaktionen generieren als langfristige Investoren. Lässt man die Transaktionskosten außer Acht, kommt es zu einer deutlichen Verzerrung des Gewinns im Demokonto nach oben.
Wie genau man gute Demokonten identifzieren kann und für welches wir eine Empfehlung aussprechen, zeigen wir hier: Daytrading Demokonto

Money Management: Das A und O für jeden Daytrader

Erfolgreiche Strategien im Daytrading können ganz unterschiedlich aussehen. Eines haben aber alle gemeinsam: Sie funktionieren nur, wenn der Trader Money Management betreibt und sich strikt an die aufgestellten Regeln hält. Das Ziel des Money Managements besteht darin, die Risiken zu begrenzen, die der Daytrader mit jedem einzelnen Trade eingeht. Dafür sind zwei Größen entscheidend:

1.) Die Größe der Position relativ zum Eigenkapital
2.) Der maximal tolerierte Verlust je eingegangener Position

Je kleiner die Positionsgröße ist, desto größer kann der maximal tolerierte Verlust für jede eingegangene Position sein. Die beiden Größen sollten bei einem eher konservativen Ansatz so abgestimmt sein, dass Verluste je Position realisiert werden, bevor Sie 1 Prozent des Gesamtkapitals erreichen. Ein etwas risikofreudigeres Money Management kann auch auf einen maximalen Verlust von 2 Prozent eingestellt werden. Wesentlich höher sollte der Daytrader aber nicht gehen.

Long- und Short-Positionen im Daytrading

Daytrading lernen für AnfängerEine der wichtigsten Entscheidungen bei der Entwicklung einer Strategie ist die Frage, ob das gewählte Handelsinstrument ausschließlich long oder auch short getradet werden soll. Die Long-Position wird durch einen Kauf eröffnet. Steigt der Kurs, gewinnt der Trader. Fällt der Kurs, landet er im Verlust. Beim Eröffnen einer Short-Position – auch „shorten“, short gehen“ oder „leerverkaufen“ genannt – verkauft der Trader einen Basiswert, den er gar nicht besitzt.
Professionelle Broker ermöglichen dies, indem sie dem Daytrader den entsprechenden Basiswert leihen. Dies geschieht automatisch. Die Position wird dann später durch den Rückkauf geschlossen: im Gewinn, wenn der Kurs tiefer steht und im Verlust bei einem höheren Kurs. Durch das Shorten kann der Daytrader also beide Marktseiten handeln und verdoppelt dadurch seine Möglichkeiten, aber auch seine Risiken.

Stop Loss Orders

Die Stop Loss Order ist vielleicht die wichtigste Order beim Daytrading überhaupt. Sie löst bei einer Long-Position einen automatischen Verkauf aus, wenn der Kurs einen vorher definierten Wert unterhalb des Einstandskurses erreicht. Sie dient also dazu, den Verlust zu begrenzen, indem der Verlust realisiert wird. Bei einer Short-Position erfüllt die Stop Buy Order dieselbe Funktion.
Gerade Anfänger tun sich oft sehr schwer damit, eine Stop Loss Order zu setzen und diese dann auch im Markt zu lassen und nicht nachträglich zu verändern. Es ist jedoch gerade dieses disziplinierte Realisieren von kleinen Verlusten, das die erfolgreichen von den erfolglosen Tradern unterscheidet. Mehr über die wichtigsten Order-Arten gibt es in unserem Artikel Die 4 wichtigsten Order-Arten: Unterschiede zwischen Börsenhandel und CFDs

Vorteile und Gefahren von Hebeln

Hebel 1:5 bei AktienAls Hebel bezeichnet man beim Trading die Möglichkeit, an einer Kursbewegung nicht nur einfach sondern vielfach, eben „gehebelt“ teilzunehmen. Der Trader kann dadurch selbst bei einem kleinen Konto bedeutende Geldbeträge bewegen. Im Erfolgsfall ist der Hebel also ein sehr profitables Instrument.
Das Risiko steigt allerdings im gleichen Maße. Viele Anfänger im Daytrading begehen den Fehler, Handelsinstrumente wie Optionsscheine oder CFDs sehr stark zu hebeln und dabei die Grundregeln des Money Managements zu verletzen. Das führt nicht selten dazu, dass das Kapital in kürzester Zeit buchstäblich verpufft. Deshalb sollten Hebel immer nur sparsam und mit großer Vorsicht eingesetzt werden.

Nachdem wir jetzt einen kleinen Überblick bzw. erste Informationen für den Start als Daytrader gegeben haben, wollen wir nun etwas konkreter werden. Weiter mit „Daytrading lernen für Anfänger“ geht es in unserem Artikel: Daytrading Erfahrungen – 4 Dinge, die wir gerne vorher gewusst hätten

Den richtigen Online Broker für euren Start in den Tageshandel, könnt ihr in unserem Test finden: Daytrading Broker

Nach oben scrollen