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Wie man Unterstützungs- bzw. Widerstandslinien erstellt: Eine 3-Schritte-Anleitung für Anfänger

Für das Daytrading sind Unterstützungs- und Widerstandslinien essenziell. Macht man sich diese zunutze, kann man einen Plan für Einstiegs- und Ausstiegspunkte erstellen und chancenreiche Trades identifizieren.
Im Folgenden wollen wir für Anfänger erklären, wie man in 3 Schritten solche Unterstützungs- bzw. Widerstandslinien in sein Chart einzeichnet. Außerdem wollen wir auf die Umstände eingehen, welche dazu führen, dass sich solche Limits bilden und in diesem Rahmen auch das Thema Trading-Psychologie etwas anschneiden.
Eines vorweg: Dies ist eine Möglichkeit von vielen wie man Unterstützungs- und Widerstandslinien identifizieren kann! Unterschiedliche Arten der Bestimmung müssen auch nicht immer zu den gleichen Ergebnissen führen.
So, jetzt gehts aber direkt ans Eingemachte:

Das 1-Tages-Chart (Daily Chart) als Ausgangspunkt

Als Basis für die Erstellung unserer Unterstützungs- bzw. Widerstandslinien wählen wir die 1-Tages-Ansicht, man spricht üblicherweise vom Daily Chart, eines Kurses im Kerzendiagramm. Der Tagespreis eines Werts und das gehandelte Volumen sind die absolut wichtigsten Elemente, die wir uns zunutze machen. Um zu verstehen, warum das so ist, müssen wir uns an dieser Stelle einmal bewusst machen was ein Chart ist bzw. was es im Grunde aussagt.

Candlestick Chart mit Volume Underlay
Candlestick Chart von ThyssenKrupp mit Volume Underlay

Was sagt uns das Chart?

Das Chart veranschaulicht uns im Grunde genommen Transaktionen; sowohl, wenn ein Wert gekauft, als auch wenn er verkauft wird. Wenn wir uns eben das Volumen (Volume Underlay) ansehen, dann haben wir dort immer wieder größere Ausschläge. Diese zeigen uns wann die Big Player (–> viel Geld) gekauft oder eben verkauft haben; das Transaktionsvolumen war hier also hoch.
In Bezug auf Unterstützungslinie und Widerstandslinien, werden diese, wie wir uns ansehen werden, von jenen Preisen definiert, bei denen die Big Player kaufen und verkaufen.

Schritt 1: Markierung der Break-Outs

Um die Widerstände zu definieren, markieren wir uns im ersten Schritt einmal die Break-Outs auf dem Chart mit vertikalen Linien, sowie deren Preislevel mit horizontalen Linien, was dann bei uns so aussieht:

Candlestick Chart Volume Underlay Break outs
Candlestick Chart von ThyssenKrupp mit Volume Underlay; Break-Outs und Preislevel markiert

Schritt 2: Markierung von Lücken (Gaps) im Daily Chart

Im nächsten Schritt markieren wir uns die visuell wahrnehmbaren Lücken im Daily Chart ebenfalls mit vertikalen Linien. Diese sichtbaren Lücken treten auf, wenn es zu einem massiven Overnight-Gap, also Kursunterschied zwischen Börsenschließung und Börsenöffnung, kommt. Das bedeutet, dass es irgendein Ereignis gegeben hat, dass die Big Player dazu veranlasst hat sich zum Kauf bzw. Verkauf zu entscheiden, während die Börse geschlossen war.
Normalerweise ist das dann der Fall, wenn zum Beispiel die Quartalsberichte veröffentlicht werden (und Umsatz-Ziele übertroffen oder nicht erreicht wurden), oder Nachrichten an die Öffentlichkeit dringen (positiver oder negativer Natur), die sich auf den zukünftigen Gewinn der Firma auswirken werden (unser Lieblingsbeispiel: Anklage wegen Anlegerbetrugs). Wie wir sehen werden, stimmt das Auftreten dieser Gaps häufig mit den Tagen überein, an denen wir ein besonders hohes Transaktionsvolumen feststellen können.
In unserem Beispiel ist es jetzt natürlich etwas schwierig diese Gaps zu erkennen, deswegen zunächst einmal ein kleinerer Zeitraum:

Candlestick Chart Volume Underlay Gaps
Overnight-Gaps in roter Markierung
Candlestick Chart Volume Underlay Gaps markiert
Candlestick Chart von ThyssenKrupp mit Volume Underlay; Break-Outs, Preislevel markiert und Overnight-Gaps markiert

Schritt 3: Die Preislinien anpassen

Wir haben hier nun eine Menge horizontale Linien, die uns zeigen bei welchen Preisen in der Vergangenheit von den Big Playern gekauft oder verkauft wurde. Diese haben allerdings unterschiedliche Aussagekraft in Bezug auf künftige Entwicklungen.
Die Faustregel, um diesbezüglich zu sondieren ist, dass eine Preislinie mehrfach (zumindest 3 Mal) von Kerzen berührt wurde.
Um zu überprüfen, ob die Preislinien tatsächlich Sinn machen sollte man auf das 1-Wochen-Chart (Weekly Chart) wechseln. Auch hier sollten die Preislinien mehrfach von den Kerzen berührt werden und nach wie vor auf den Großen Break-Outs landen. Die vertikalen Linien können wir nun aber entfernen, ebenso wie all jene Preislinien, welche die Voraussetzungen nicht erfüllen.

Candlestick Tages-Chart Unterstützungs und Widerstandslinien
Daily Chart von ThyssenKrupp mit Volume Underlay und Unterstützungs-/Widerstandslinien
Candlestick Weekly Chart Unterstützungs und Widerstandslinien
Weekly Chart von ThyssenKrupp mit Volume Underlay und Unterstützungs-/Widerstandslinien

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